Im September 2009 können wir von einem entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Realisierung unseres Orgelbauvorhabens berichten.
Ende Juli hat der Fachbeirat des Orgelbauvereins nach ausführlichen Beratungen der vorliegenden Angebote entschieden, dem Orgelbauverein zwei Orgelbaufirmen vorzuschlagen. Dies erfolgte jeweils mit eindeutigen Voten.
Die Mitgliederversammlung des Orgelbauvereins und der Gemeindekirchenrat der Paulus-Gemeinde haben dann Ende August bzw. Anfang September jeweils einstimmig für die beiden ausgewählten Entwürfe gestimmt.
Hier in Kürze die ausgewählten Orgelbaukonzeptionen. Eine ausführliche Darstellung wird noch folgen.
- die Große Orgel Diese Orgel sollte sich durch ihre Bauweise und gesamten Klangarchitektur so weitgehend wie möglich an den von Aristide Cavaillé-Coll erbauten Instrumenten und ihrer französisch-symphonischen Klangsprache orientieren. Sie wird sowohl liturgischen als auch konzertanten höchsten Ansprüchen genügen und ca. 40 Register erhalten, 3 Manuale, davon 2 schwellbar. Der Spieltisch ist in die Orgel integriert, so dass ein größeres Platzangebot auf der Haupt-Empore entsteht.
Hier wurde das Angebot der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke ausgewählt.
Es überzeugt in allen Bereichen, sowohl den klanglich-technischen, als auch durch den besonders gelungenen Prospektentwurf, der die Rosette freihält. Die Leidenschaft und Neugierde in orgelbaulichen Fragen neben einer außerordentlichen hohen Kooperationsbereitschaft der jungen Mitarbeiter mit ausgewählten Fachberatern zusammenzuarbeiten sind für den Neubau die besten Voraussetzungen. Sie sind bereit, neue Wege zu gehen. Durch ihre hohe technische Präzision und Wertigkeit überzeugen die Orgeln dieser Orgelbauwerkstatt in Kirchen und Konzertsälen der ganzen Welt.
- die Barock-Orgel Auf der ursprünglichen Orgelempore, auf der 1905 die
erste Orgel stand, soll die barocke „Bach“- Orgel ihren Platz finden. Dieses Instrument wird mit seinem Registerbestand, seiner Bauweise, Ansprache und Intonation ein ideales Instrument zur Darstellung v.a. der Bach’schen Orgelmusik werden. Sie orientiert sich an mitteldeutschen Vorbildern wie Silbermann und Trost und wird 2 Manuale und im Endausbau ca.20 Register erhalten.
Für die Barockorgel wurde der Entwurf der Orgelbauwerkstatt Rowan West ausgewählt.
Die Klarheit und Einmaligkeit des Prospektentwurfs überzeugen, stellen aber auch sicher, dass das Instrument sich nicht im Raum aufdrängt. Die überragenden Intonations-leistungen des OBM Rowan West, die in seinen bereits gebauten Instrumenten zu hören sind, lassen auch hier ein Instrument erwarten, das die akustischen Möglichkeiten der Pauluskirche auf überzeugende Weise optimal erfüllen wird.
Die Fertigstellung der beiden Orgeln ist für das Jahr 2013 geplant.
Wir werden die Entwürfe in absehbarer Zeit hier im Bild vorstellen.